Katowice

13. Januar 2011

Katowice (deutsch Kattowitz) liegt in der Woiwodschaft Slaskie (Schlesien) und ist deren Hauptstadt. Katowice war das Zentrum der polnischen Montanindustrie. Bergbau und Stahlproduktion machten es zum wichtigsten polnischen Industriestandort. Begünstigt war diese Entwicklung durch die ergiebigen Erz- und Kohlelagerstätten in der Region um die Stadt.

Katowice liegt ca. 250 km südwestlich der polnischen Hauptstadt Warschau. Es ist ungefähr gleich weit (300 km) von der westlichen und östlichen Landesgrenze Polens entfernt, jedoch fast 500 km von der polnischen Ostseeküste und keine 100 km von der tschechischen Grenze. Die Stadt Katowice und das Umland liegen auf einer ausgedehnten Hochebene (im Schnitt 300 m über N. N.), die im Süden in die Beskiden übergeht. Die Rawa ist der wichtigste Fluss, der die Stadt durchzieht. Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von mehr als 160 Quadratkilometern, von denen etwa 40 Prozent bewaldet sind. Weitere 20 % Grünflächen machen Katowice zu einer der grünsten Städte des ganzen Landes. Offiziell hat die Stadt 5 Stadtbezirke, in die 22 Stadtteile eingegliedert sind.
Katowice ist das Zentrum eines Ballungsgebietes zu dem auch die Städte Myslovice, Sosnowiec, Ledziny, Mikolow, Tychy, Chorchow und Ruda Slaska gehören. Das Klima ist überwiegend maritim, jedoch ins Kontinentale übergehend.

Katowice liegt in Oberschlesien und weite Teile der Bevölkerung sehen sich auch heute noch als Schlesier an, also weder als Polen noch als Deutsche. Diese Zwischenstellung Schlesiens hat über Jahrzehnte des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts die Geschichte der Region geprägt. Das Resultat des 2. Weltkrieges spricht jedoch eine eindeutige Sprache und Schlesien gehört unbestritten zum polnischen Staatsgebiet.

Die Stadt Katowice selbst kann auf Grund seiner zahlreichen Museen, Theater, Konzertsäle und Sportstätten als eine kulturelle Hochburg der Region gelten. Neben der Hüttenindustrie und dem Bergbau stellt der Maschinenbau ein wesentliches Standbein der regionalen Wirtschaftskraft dar. Ähnlich wie im deutschen Ruhrgebiet wird aber auch hier ein Wandel der wirtschaftlichen Struktur stattfinden müssen und moderne Dienstleistungsunternehmen werden entstehen und sind zum Teil schon entstanden.

Quer durch Polen

09. November 2010

Wir hatten 3 Wochen Urlaub in unserem Nachbarland Polen geplant. Und zwar sollte es weit ins Landesinnere gehen. Einiges hatten wir schon von der Masurischen Seenplatte gehört, die landschaftlich sehr reizvoll sein sollte. Also ging es an unserem ersten Urlaubstag auch los. Wir fuhren schnurstraks in Richtung der polnischen Hauptstadt Warschau, die wir am späten Nachmittag auch erreichten. Dort suchten wir uns ein Appartement und gingen am Abend essen. Wir fanden ein echt chiques Restaurant mit moderaten Preisen. Da das Budget für diesen Abend noch nicht ausgeschöpft war, besuchten wir noch einen Jazzclub. Man muss schon zugestehen, dass Warschau anderen europäischen Metropolen in seinem Flair in nichts nachsteht. An den Umrechnungskurs von 4 Zloty für einen Euro hatten wir uns schnell gewöhnt. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung am anderen Morgen brachen wir in Richtung Nordosten auf und erreichten die Stadt Olsztyn (früher Allenstein) am frühen Nachmittag. Jetzt waren wir schon inmitten in der masurischen Seenplatte. Vor unserer Fahrt hatten wir uns im Internet einen Campingplatz etwa 20 km hinter Olsztyn ausgesucht, wo wir dann auch unser Zelt aufschlugen. In der wald- und wasserreichen Gegend verbrachten wir 2 wunderschöne erholsame Wochen mit Baden, Kanu fahren, Angeln, Blaubeeren sammeln und Pilze suchen. Wir fanden dort richtig gut Pfifferlinge. Der Campingplatz war international belegt und abends am Lagerfeuer wurden Bekanntschaften und Freundschaften geknüpft. Es fiel uns schwer, dieses nette Plätzchen nach 14 Tagen wieder zu verlassen. Aber wir wollten ja noch an die Ostseeküste. Nahe der Stadt Kolobrzeg (Kolberg) fanden wir den für uns geeigneten Campingplatz, im Rücken der Ostseedünen gelegen. Hinter den Dünen rauschte die See und die Luft schmeckte nach Meer. Hier verbrachten wir 4 Tage mit Schwimmen und Sonnenbaden. Wie nicht anders zu erwarten, fingen wir uns hier Sonnenbrände unterschiedlichen Grades ein. Langsam neigte sich unser Urlaub dem Ende entgegen. Auf unserer Rückfahrt nach Deutschland statteten wir der früheren Hansestadt Gdansk (Danzig) noch einen Besuch ab. Diese Stadt hat architektonisch einiges zu bieten, so die historischen Hafenanlagen. Nachdem wir unsere letzten Zlotys im Danziger Nachtleben durchbrachten, fuhren wir am nächsten Morgen wieder heim und beendeten unseren rundum gelungenen Urlaub „Quer durch Polen“.