Krakau – die heimliche Hauptstadt

09. März 2011

Einer der schönsten Städte des heutigen Polen ist ohne Frage Krakau, das sogar bis 1596 polnische Hauptstadt war. Krakau blieb im Zweiten Weltkrieg fast unzerstört, so dass den Besucher dort eine wunderbar erhaltene Altstadt mit Gebäuden aus nahezu allen Epochen wie Renaissance, Historismus und Barock erwartet.
Das Wahrzeichen der Stadt ist der Wawel, der Burgberg mit dem alten Königsschloss und der Wawelkathedrale. Auf dem diesen Hügel ließen sich Siedlungsspuren aus der Steinzeit nachweisen, eine Burg muss hier immerhin seit dem frühen Mittelalter gestanden haben. Heute zählt der Wawel genauso wie Altstadt zum Weltkulturerbe.

Krakau liegt am Oberlauf der Weichsel im Süden Polens, etwa 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Warschau. Hauptstadtfunktionen übernimmt Krakau für die Woiwodschaft Kleinpolen wahr, einem der 16 Verwaltungsbezirke Polens. Diese sind vergleichbar mit deutschen Regierungsbezirken, die Aufgaben und Rechte von Bundesländern haben sie dagegen nicht.

Für eine Städtereise nach Polen ist Krakau genau das Richtige. Die Stadt ist inzwischen aus Deutschland sehr gut per Flug erreichbar. Von mehreren Flughäfen starten günstige Direktflüge nach Krakau mehrmals die Woche. Ein Kurztripp nach Krakau ist daher keine überteuerte Angelegenheit – die Preise in Polen sind generell noch auf einem etwas niedrigeren Niveau als in Deutschland. Essen und Trinken in einem der vielen Restaurants und Cafes in der Krakauer Altstadt macht da gleich noch einmal mehr Spaß. Besonders interessant sind die vielen Kellerkneipen, die oft traditionelle polnische Küche und Biere anbieten. Dazu kommen Museen und Galerien, die auch den Kulturinteressierten Krakau-Besucher zufriedenstellen werden. Die schöne Stadt mit ihrem einmaligen Flair zieht jeden schnell in den Bann.
In der näheren Umgebung von Krakau finden sich viele Berge, außerdem liegen viele alte Burgen verstreut in der Landschaft rings um Krakau. Ein wichtiges Ausflugsziel ist. außerdem das ehemalige KZ Ausschwitz.

Katowice

13. Januar 2011

Katowice (deutsch Kattowitz) liegt in der Woiwodschaft Slaskie (Schlesien) und ist deren Hauptstadt. Katowice war das Zentrum der polnischen Montanindustrie. Bergbau und Stahlproduktion machten es zum wichtigsten polnischen Industriestandort. Begünstigt war diese Entwicklung durch die ergiebigen Erz- und Kohlelagerstätten in der Region um die Stadt.

Katowice liegt ca. 250 km südwestlich der polnischen Hauptstadt Warschau. Es ist ungefähr gleich weit (300 km) von der westlichen und östlichen Landesgrenze Polens entfernt, jedoch fast 500 km von der polnischen Ostseeküste und keine 100 km von der tschechischen Grenze. Die Stadt Katowice und das Umland liegen auf einer ausgedehnten Hochebene (im Schnitt 300 m über N. N.), die im Süden in die Beskiden übergeht. Die Rawa ist der wichtigste Fluss, der die Stadt durchzieht. Das Gebiet der Stadt umfasst eine Fläche von mehr als 160 Quadratkilometern, von denen etwa 40 Prozent bewaldet sind. Weitere 20 % Grünflächen machen Katowice zu einer der grünsten Städte des ganzen Landes. Offiziell hat die Stadt 5 Stadtbezirke, in die 22 Stadtteile eingegliedert sind.
Katowice ist das Zentrum eines Ballungsgebietes zu dem auch die Städte Myslovice, Sosnowiec, Ledziny, Mikolow, Tychy, Chorchow und Ruda Slaska gehören. Das Klima ist überwiegend maritim, jedoch ins Kontinentale übergehend.

Katowice liegt in Oberschlesien und weite Teile der Bevölkerung sehen sich auch heute noch als Schlesier an, also weder als Polen noch als Deutsche. Diese Zwischenstellung Schlesiens hat über Jahrzehnte des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts die Geschichte der Region geprägt. Das Resultat des 2. Weltkrieges spricht jedoch eine eindeutige Sprache und Schlesien gehört unbestritten zum polnischen Staatsgebiet.

Die Stadt Katowice selbst kann auf Grund seiner zahlreichen Museen, Theater, Konzertsäle und Sportstätten als eine kulturelle Hochburg der Region gelten. Neben der Hüttenindustrie und dem Bergbau stellt der Maschinenbau ein wesentliches Standbein der regionalen Wirtschaftskraft dar. Ähnlich wie im deutschen Ruhrgebiet wird aber auch hier ein Wandel der wirtschaftlichen Struktur stattfinden müssen und moderne Dienstleistungsunternehmen werden entstehen und sind zum Teil schon entstanden.