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Der Dreiecks-Hauptstadttrip

Montag, 25. Oktober 2010

Innerhalb eines Urlaubs drei internationale Hauptstädte bereisen. Das klingt doch interessant oder? Eine entsprechende Städtetour kann zum Beispiel die Städte Berlin, Warschau und Prag einschließen. Die drei Hauptstädte liegen zwar in verschiedenen Ländern, allerdings sind sie in einigen Autostunden gut erreichbar. Die Tour könnte zum Beispiel wie folgt aus sehen:

Man erreicht die deutsche Hauptstadt Berlin mit dem Zug oder per Flugzeug. Berlin ist nach London auf Platz zwei der einwohnerstärksten Städte der EU, denn hier wohnen 3,4 Millionen Einwohner. Es gibt hier viel zu sehen. Nach einigen Tagen Sightseeing hat man ausgewählte wichtige touristische Ziele, wie das Museum am Checkpoint Charlie, das Brandenburger Tor oder den Berliner Dom besucht. Für die weitere Tour sucht sich der Reisende den Weg zur nächsten Autovermietung Berlin und führt seinen Städteurlaub mit einer Fahrt ins Polnische Warschau weiter.

Die Hauptstadt Polens hat mehr als 1.700.000 Einwohner und zählt damit als achtgrößte Stadt in der EU. Da die Altstadt der Großstadt Warschau auf die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wurde, gehört ein Besuch der Altstadt zum Pflichtprogramm. Hier ist der charakteristischste und eindrucksvollste Ort der dreieckige Schlossplatz. Häufig besuchte Touristenziele sind außerdem die Johanneskathedrale und die Jesuitenkirche. Außerhalb der Stadtmauern befindet sich seit dem 14. Jahrhundert die so genannte Neustadt von Warschau. Auch hier sind Kirchen und Denkmäler sowie religiöse Plätze die vorrangigen Sehenswürdigkeiten. Zur regelmäßigen Verschnaufpause während der Stadtbesichtigung dienen zahlreiche schöne Parkanlagen. Hierbei sind mit 600 Jahren die alten Königsgärten am Warschauer Königsschloss die ältesten Parks in der polnischen Hauptstadt. Wenn der Teilnehmer der Hauptstädtetour genug von Warschau hat, sollte er sich auf in die Tschechische Republik nach Prag machen.

In Prag sind für einen Kurztrip die interessanteren Sehenswürdigkeiten im historischen Stadtkern zu finden, auch wenn die Außenbezirke um die Hauptstadt herum auch sehenswert sind. Im Stadtkern wohnen 40.000 der 1,2 Millionen Einwohner. Hier ist die Prager Burg, der Altstädter Ring sowie die Karlsbrücke besonders beliebt bei Touristen. Besonders durch die vielen alten Häuser und den Baustil, der häufig bis in die Gotik oder in die Romantik zurückreicht, ist die Altstadt Prags sehenswert. Außerdem begeistert die Hauptstadt durch die Geschichte des Landes, welche in Museen, wie zum Beispiel dem Nationalmuseum am Wenzelsplatz, sowie durch Denkmäler präsentiert wird. Ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist der Petřínská. Hierbei handelt es sich um einen Aussichtsturm, der dem Pariser Eiffelturm nachempfunden ist. Er wurde 1891 erbaut und ist 60 Meter hoch. Bekannt ist Prag außerdem als Partyhochburg, da es hier viele Clubs, Kneipen und Discotheken gibt und das aktive Nachtleben ein gemischtes Publikum anzieht.

Natur und Urlaub in Masuren

Freitag, 15. Oktober 2010

Das „Land der tausend Seen“- damit ist gemeinhin Finnland gemeint. Es gibt aber auch ziemlich zentral in Europa ein Land der tausend Seen. Es ist im Nordosten unseres Nachbarlandes Polen gelegen und es handelt sich hierbei um die Masurische Seenplatte. Sie wurde von eiszeitlichen Abtragungen und Ablagerungen geschaffen wie Endmoränen oder glaziale Rinnen. Resultat war eine Landschaft aus Hügeln und Vertiefungen. In letzteren sammelte sich Wasser und so entstanden unzählige Seen, welche untereinander oftmals durch natürliche Wasserläufe oder Kanäle verbunden sind. Etwa die Hälfte der Masurischen Seenplatte ist heute Naturschutzgebiet. Zieht man weiterhin in Betracht, dass die Bevölkerungsdichte im Nordosten Polens recht gering ist und so gut wie keinerlei Industrie vorhanden ist, kann man ermessen, welche unberührte Landschaft man hier noch vorfindet. Neben den vielen Gewässern ist Masuren ein sehr waldreiches Gebiet. Welchen Naturliebhaber reizt es nicht schon jetzt, die Masurische Seenplatte im Urlaub zu erkunden. Der Artenreichtum von Pflanzen und Tieren kennzeichnet dieses Gebiet. Die Weißstörche finden hier idealen Lebensraum, der Fischreichtum der Gewässer wird von keinen industriellen Einleitungen gefährdet und auch die Landwirtschaft ist teilweise schon auf ökologische Produktion umgestellt.
Hauptstadt der Region ist Olzstyn (früher Allenstein), eine andere größere Stadt ist Frombork (Frauenburg). Hier erinnert ein Museum an Nikolaus Kopernikus, der in der Stadt tätig war. Ein Nationalpark am Fluss Biebrza ist eines der letzten natürlichen großen Sumpf- und Torfmoorgebiete Europas. Über 200 Vogelarten sind dort beheimatet. Die Natur bietet aber noch viel mehr. In den weitläufigen Wäldern kann man im Sommer und im Herbst reichlich Pilze finden. Der Verfasser dieses Textes sammelte hier jede Menge Pfifferlinge, einen der begehrtesten Pilze überhaupt und ein Leckerbissen schlechthin. Der Fischreichtum Masurens ist natürlich Anziehungspunkt für Angler und Angeln an der Masurischen Seenplatte ist schon längst kein Geheimtip mehr. Die Petrijünger wollen sich dann meist ein Ferienhaus in den Masuren mieten. Auch andere Wassersportler kommen hier auf ihre Kosten. Segler finden hier ein weitverzweigtes und reizvolles Revier, unter anderem auch mit den jeweils über 100 km² großen Seen Mamry-See (Mauersee) und Sniardwy-See (Spirdingsee). Wer auf dem Wasser bleiben möchte, kann auch Paddeln. Es bietet sich hier eine wunderbare Paddeltour von etwa 100 km Länge, den Fluss Krutynia entlang, an. Dies ist natürlich nicht an einem Tag zu bewältigen. Urlauber, die sich auf dem Wasser nicht so wohl fühlen, können auch mit dem Fahrrad die Region „erfahren“. Die Straßen sind nicht stark befahren und man kann ganz relaxt radeln, ohne ständig auf den Verkehr achten zu müssen. Pferdefreunde finden in den Masuren etliche Reitzentren und Gestüte. Ganz gleich welche Tour man unternimmt, keiner muss auf der Straße oder im Wald übernachten, überall kann man Ferienunterkünfte in Masuren mieten. Etwa 60 km nordöstlich von Olsztyn ist das Örtchen Ketrzyn (Rastenburg) gelegen. In der so genannten „Wolfsschanze“ fand hier am 20. Juli 1944 das missglückte Attentat auf Hitler statt. Jährlich kommen tausende Besucher, um sich diese denkwürdige Stätte anzusehen.